„Sich helfen zu lassen, ist immer in Ordnung!“

Interview mit dem ADHS-Journal

Mit dem ADHS-Journal sprach ich über meine Diagnose, die erheblichen Versorgungslücken und über die Unterstützung für Betroffene.

ADHS-Journal:Frau Bremer, in Deutschland sind mehrere Millionen Menschen von ADHS betroffen. Doch es gibt erhebliche Versorgungslücken. Wie könnten sie Ihrer Ansicht nach besser unterstützt werden?

Anne-Mieke Bremer: Die Probleme sind strukturell und Politik könnte das ändern. Sowohl im Bereich Diagnose als auch in der anschließenden Behandlung, sei es mit Medikamenten oder mit einer Psychotherapie, besteht dringender Handlungsbedarf.

Bei den Diagnosestellen sind wir inzwischen an einem Punkt angekommen, an dem sogar Wartelisten geschlossen sind. Da bekommt man meistens nicht mal mehr die Gelegenheit, mit einem Menschen zu reden oder wenigstens auf einen Anrufbeantworter zu sprechen! Da gibt es nur noch die automatische Bandansage oder eine automatische Mail. Wer genug Geld hat, kann die Wartezeit verkürzen und die Diagnose selbst bezahlen. Dadurch wird Gesundheit eine Frage des Geldbeutels. Eine Reform bei der Kassensitzvergabe ist dringend notwendig. Die Bedarfsplanung richtet sich offensichtlich nicht nach den realen Bedarfen aus, das trifft den ländlichen Bereich am härtesten. Für direkte Unterstützung muss es Betroffenen ermöglicht werden, entstehende Kosten für Diagnose und Behandlung bei Ärztinnen und Ärzten ohne Kassensitz unbürokratisch von der Krankenkasse zurückerstattet zu bekommen.

 

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