Besuch im Computerspielemuseum in Berlin
Kurzbericht vom Besuch im Computerspielemuseum am 24.09.2026
Das Computerspielemuseum in Berlin leistet einen wertvollen Beitrag, um die Geschichte des aktuell größten Mediums zu erhalten. Es zeigt eindrucksvoll, wie Games gesellschaftspolitisch verankert sind – von den Anfängen in den 1950er über die Krise in den 1980er sowie Einsätze über die Unterhaltung hinaus. Ein großes Thema ist dabei die Konservierung und der Erhalt von Games, der in Deutschland aktuell von zivilgesellschaftlichen Initiativen vorangetrieben wird. Auch die Zuständigkeit ist ein Problem – Games sind in keinem Bereich fest verankert. Während die Förderung für Entwickler*innen inzwischen nach mehreren Wechseln über das BMFTR läuft, ist die finanzielle Unterstützung für Museen und Archive in dem Bereich nicht festgelegt. Dabei erleben wir bereits jetzt einen hohen Verlust an digitaler Kultur – wenn Unternehmen Server abstellen oder die Produktion von Hardware einstellen, werden viele Games unspielbar. Es braucht eine klare Zuständigkeit und Priorität für ein Medium, das unzählige Kindheiten und Menschen geprägt hat und weiterhin prägt. Games sind mehr als ein Produkt – sie sind Kunst, Kultur und ein Stück unserer Vergangenheit sowie Zukunft.


