Neubaustrecke Hannover-Hamburg notwendig, Kommunikationskultur mangelhaft
„So geht Öffentlichkeitsbeteiligung nicht!“, erklärt Bundestagsabgeordnete Anne-Mieke Bremer, Die Linke, in Hinblick auf die Bahn-Neubau-Strecke Hannover-Hamburg. „Die Menschen in Niedersachsen wurden lange in dem Glauben gelassen, dass mit dem Projekt Alpha-E ein Ausbau der bestehenden Strecke komme. Aber diese Variante wurde nie ernsthaft verfolgt, stattdessen hat die Bahn lange Zeit quasi im Verborgenen an einer Neubaustrecke geplant. Es ist kein Wunder, dass die Menschen, die dort leben, wo die neue Trasse vorbeiführen soll, sich hinters Licht geführt fühlen“, so Anne-Mieke Bremer weiter.
Eine Situation, die Bremer so nicht hinnehmen will: „Ich bedaure den berechtigten Unmut der Menschen sehr und wünsche mir, dass sich die Bahn und die Koalition dafür entschuldigen“.
Nichtsdestotrotz spricht Anne-Mieke Bremer sich für die Neubaustrecke aus: „Wir wollen mehr Verkehr auf der Schiene, da wird ein drittes Gleis neben der Bestandstrecke auf Dauer nicht ausreichen.“ Gleichzeitig können die Menschen in der Region nicht noch Jahrzehnte warten, bis eine spürbare Verbesserung einsetzt. Umso wichtiger sind die geplanten Maßnahmen zur Kapazitätssteigerung, etwa die Finanzierung neuer Nahverkehrsbahnhöfe oder die beschleunigten Lärmsanierungen an 10 Orten.
Anne-Mieke Bremer erklärt dazu: „Das ist ein wichtiges Signal an die Menschen vor Ort. Es bleibt nicht die nächsten 25 Jahre so schlecht, wie es ist, sondern bis 2034 soll es spürbare Verbesserungen geben.“
